Ein Freund, ein guter Freund

Das ist das Beste, dass es gibt auf der Welt.
Singt sich so schön. Die Wahrheit ist dass es tatsächlich kaum etwas Besseres gibt. Ich mag meine Freunde. Obwohl mich gerade der ein oder andere ziemlich aufregt.

Ich krieg das kotzen, wenn ich daran denke, wie ich vor 2 Wochen die Mail von der Ehefrau meines Freundes bekam, in der sie zur Geburtstagsfeier ihres Sohnes Einluden. „Hallo ich werde ein Jahr alt. Kommt bitte am xxx um xxx und hier ist eine Liste mit meinen Geschenkwünschen….

Keine Anrede, nix. Nichtmal von meinem Freund selbst geschrieben. Das lässt er seine arme Frau machen. Ich kann sowas nicht leiden. Bei aller Liebe. Er meldet sich kaum noch. Beschwert sich aber immer, dass wir so wenig in letzter Zeit machen. Das sagt mir zumindest seine Frau. Und die nötigt mich und einen anderen Kumpel schon fast immer, dass wir uns mit Ihrem Mann treffen, weil der ja wieder mal raus muss. Hallo? Seit wann ist das ne Selbsthilfegruppe. Das ist sowas von unentspannt. Aber man trifft sich trotzdem. Ich mag ihn ja. Und wir sind Freunde. Zumindest mal richtig gute Freunde gewesen. Ohne dass jetzt etwas schlimmes vorgefallen wäre. Aber ich denke man hat sich besonders die letzten 3 Jahre, seitdem er geheiratet hat, auseinander gelebt. Was aber auch völlig Okay ist. Dafür heiratet man doch, oder gründet man ne Familie um sein Leben in eine bestimmte Richtung zu lenken. Ich habe mich auch nie beschwert.
Ich kann aber auch nicht, wenn wir uns mal treffen, heucheln wie toll ich es finde, dass er das mit seiner Familienplanung so toll durchgezogen hat. Ich sehe keine homogenität. Keine Interessengemeinschaft. Ganz im Gegenteil. Ich sehe nur dass ohne Ende versucht wird mit allen Ecken und Kanten zusammenzuleben, ohne dass ein Kompromiss freiwillig gemacht wird, oder einem der beiden gut tut.

Und ich sitze da und bin immer wieder einfach froh darüber, dass ich mein Leben einfacher gestalte, und es meines Erachtens nach auch nur so Qualität hat.

Is ja auch scheissegal. Ich bin jedenfalls nicht der, der sich über die aktuelle Situation beschwert. Obwohl ich gerade wirklich genug um die Ohren habe. Wenn sich einer bei mir meldet, dann bekommt er immer ein offenes Ohr oder einen Partner mit dem er essen gehen oder reden kann.

Ich verstehe die Welt manchmal nicht.

Aber das muss ich auch nicht.

Ich bete zum Himmel, das ich gleich in der Werkstatt nicht unbedingt ne Hiobsbotschaft bekomme.

Amen

R

3.11.14 14:53

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