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Broken Teil 2

Krass, wie die Zeit vergeht. Ich habe das Gefühl seit meinem letzten Eintrag hab ich mal kurz gehustet. Dabei ist ein halbes Jahr vergangen. Das Jahr der Trennung und naja, irgendwie auch des Todes. Mit meiner Trennung von Caro hats angefangen, und dann sind ein Paar Leute umgefallen wie die Fliegen.
Der härteste Schlag war sicher als Caros Mutter gestorben war. Irgendwie abzusehen alles. Und deshalb genauso traurig. Ich wusste Anfang des Jahres nicht was alles passieren wird. In Anbetracht dem gegenüber was passieren sollte hätte ich mir wahrscheinlich wirklich Sorgen gemacht, wenn ich gewusst hätte, was da alles passieren wird.

Aber jetz sitze ich hier und erfreue mich meines Lebens. Auch wenn es viel ernster ist als früher, scheint es leichter zu meistern zu sein. Ich fühle mich irgendwie reifer. Jetz nicht am Ende meiner Entwicklung, aber wenn ich in den Spiegel schaue stehe ich echt gut da.

Ich hab echt ein Paar harte Angriffe abwehren müssen. Caro wollte mir auf der Nase rumtanzen und hatte sich verzockt. Was ihre Mutter nicht so toll fand und mich dann schon so mehr oder weniger Terrorisiert hat. Doch ich hielt eisern an meiner Entscheidung und meinem Bauchgefühl fest. Ich lebe wunderbar.

Es gibt da gerade einen Menschen. Tatsächlich. Einen Menschen der mir den glauben daran zurückgeben könnte, dass ich fühlen kann wie ein normaler Mensch. Ich fühle an sich wie ein normaler Mensch. Ich habe Hunger, Durst. Ich freue mich wenn die Bayern gewinnen und es ehrt mich, wie die Menschen mit mir Umgehen. Die meisten behandeln mich wie einen König. Ohne Mist. Ich scheine kein verkehrter Mensch zu sein. Mir ist aufgefallen, dass ich Menschen ganz speziell wahrnehme und ihnen dadurch eine besondere Aufmerksamkeit gebe. Deshalb erinnert sich jeder Hans und Franz an mich.

Es hört sich kitschig an. Aber ich suche so langsam nach der wahren Liebe. Bzw. ist mir Bewusst geworden was das ist. Und dass ich es schonmal gefühlt hatte. Aber ich hatte damals andere Dinge im Kopf und es wäre dann sowieso gescheitert. Vielleicht gibt es da aber noch eine Chance.

Wenn ich an sie denke, sie auf einem Bild sehe, mich an einen Kuss mit ihr erinnere, dann weis ich, dass ich mich irgendwann wieder so fühlen will. Und dass ich wohl einen weiten Weg vor mir habe. Aber wenns es mir das alles Wert ist, dann darf ich jetz nicht rumheulen. Ich durfte mich nicht mal beklagen, wenn ich mit meinem Vorhaben ordentlich gegen die Wand brettern würde.

Aber nichts bleibt unversucht. Denn der Traum ist so süß, dass man dafür auch mal durch eine Hölle gehen muss… mal wieder

In diesem Sinne

22.9.14 15:23, kommentieren



Ist es Blut, oder ist es Blech?

Ich glaube meine Seele macht gerade so eine Art reset durch.
Fühlt sich aber gut an. Sie geht irgendwie alles durch was in den letzten Jahren gut war. Und immer bleibe ich in Ihr hängen. Einer Frau die gar nicht weis, dass sie mir irgendwann mal das Herz geklaut hat.

Im negativen Sinne könnte man sagen, dass ich mein Leben an mir vorbeiziehen sehe und das ich wohl gerade kurz davor bin drauf zu gehen. Mein heutiger Abend in der Sportbar spricht eindeutig dagegen. Und mein akuter Anfall von Hunger auf chinesisches Essen. Vielleicht wird’s ja was.

Heute musste ich einen Menschen enttäuschen. Es tat gut als es raus war. Aber ich würde niemals jemanden freiwillig enttäuschen. Das fühlt sich scheisse an. Das weis ich. Und komischerweise erinnere ich mich daran, wenn ich jemanden enttäuscht habe. Wenn jemand deshalb zurecht verletzt war. Es fühlt sich immer wieder scheisse an. Aber manchmal muss es sein. Was sich fast noch schlimmer anfühlt ist eine unberechtigte Enttäuschung. Das heisst der Mensch hat was völlig falsches von dir erwartet. Alles schon erlebt.

Heute enttäuschte ich den Guru einer Umbaufirma für mein neues Auto. Ein absoluter Hai. Aber charmant. Ich kam gut mit ihm klar. Ich merke allerdings auch sofort wenn man mir Honig ums Maul schmieren will. Auf den letzten Drücker habe ich mich für eine andere Firma entschieden. Es geht hier um einen Gesamtertrag von über 100.000,00 Euro. Da will natürlich jeder der erste sein. Aber ich glaube er hat mir die andere Firma vorenthalten. Somit konnte ich heute ganz ehrlich sagen, dass ich lange überzeugt war, und mich am Ende aber wer anders mehr überzeugt hat. Ehrlich aus. Geschäftsleuten gegenüber braucht man kein schlechtes Gewissen zu haben.

Meine Offenheit zu den Menschen kommt mir öfter zu Gute als sie mir Probleme macht. Manchmal macht sie mir aber Probleme. Ich fühle mich schnell zu den Seelen verbunden. Deshalb fühlt man sich hin und wieder da verantwortlich wo man es nicht ist. Aber das ist nicht das Problem der Menschen. Das ist mein Problem.

Es macht mir auch wieder spaß zu schreiben. Früher spürte ich eine Last und schrieb ellenlange Texte.

Tastsächlich kam eben mein Präsident zur mir ins Büro. Ja ich schreibe auf Arbeit. Wie fast immer. Und er kotzt sich manchmal bei mir aus. Und dann fragt er mich wie es mir geht. Mir geht s ja an sich immer gut. Aber mir ist dann aufgefallen ,dass man mal die Gegenfrage stellen sollte. Und da erzählte er mir, dass dieses Jahr so viel Scheisse passiert ist wie noch nie.

Ich wusste dass er die dienstliche Haushaltssituation meinte. Und ich konnte ihm nur sagen, dass es mir wohl so gut geht, weil mich das nicht wirklich interessiert. Hier unten an der Nahrungskette. Aber wenn ich mal Sorgen habe, dann entscheide ich mich immer ob es blech oder blut ist, worüber ich mir Gedanken machen muss. Ist es Blut, dann mein Leben betroffen und vielleicht sogar in Gefahr. Ist es blecht, dann ist es nur das Material mit dem ich im Leben arbeite. Das ist „manchmal“ nebensächlich.

In der Wärme die gerade meinen Körper umgibt, werde ich gleich mal einen Sprung in die Sportbar wagen. Christlich wie ich bin, musste ich auch nochmal im Onlinewettbüro vorbeischauen. Bisschen Blech verballern. Das Leben und seine kleinen Unterhaltungsmöglichkeiten.
So muss ich kaum noch an sie denken.
Vielleicht gut so. Sie ist Blut.

23.9.14 18:01, kommentieren

Neue Tage Neue Wege

Irgendwie komme ich heute mal richtg überhaupt nicht ausn Arsch.
Der Tag ist mal wieder einer von diesen Tagen, wo ich einfach nur froh bin, dass ich in diesem Job gelandet bin, der es mir erlaubt mich hin und wieder mal zu einem Nickerchen im Klo hinreissen zu lassen. Licht aus und Zzzzz.

Heute Abend werde ich mich mal wieder an mein Aufnahmegerät machen. Die Bierfreunde Mittelhessen brauchen eine Hymne. Und ich soll sie schreibe und aufnehmen. Dabei ist mir wieder mal einiges über mich und meine Kunst klar geworden.

Einen Song schreiben. Das kann sowas jeder, der irgendwie drei Akkorde spielen kann.
Einen guten Song schreiben. Ist schon wieder schwerer. Aber am schwierigsten ist es den richtigen Song zu schreiben.

Ich hängt seit gefühlten 100 Jahren an meinem Neuen Projekt. Johnny Desaster. Immer wieder neue Ideen, vermischt mit Songs, die ich vor 4 Jahren mal als Demo aufgenommen habe. Zu einer Zeit als ich gerade nach Erlensee gezogen bin. Als ich Single war und das eigentlich ne Zeit lang bleiben wollte. Gerade weil ich merkte, wie sehr mich die Musik wieder vereinnahmte. Das tat mir gut. Und das tut mir immernoch gut.

Nur habe ich irgendwann mit dem Demo aufgehört. Achja, ich kam mit Caro zusammen. Nicht das sie mich bewusst vom Musikmachen abgehalten hätte. Sie hat es sogar unterstützt. Aber ein normaler Mensch bekommt das in einer Beziehung nicht wirklich auf die Reihe. Nicht wenn man zusammenlebt. Dann braucht man ein Extra Zimmer. Und ich weis, dass sich der andere irgendwann vernachlässigt fühlt, wenn man sich den Dingen widmet, die mit dem Partner nichts zu tun haben. Ich denke das geht jedem so. Man will ja viel Zeit mit dem Partner verbringen. Es hiess tatsächlich immer wieder „Schatz, du machst keine Musik mehr. Warum?“ Und ich konnte nur sagen: „Es ist nicht so, dass mir Musik nichts mehr bedeutet. Aber sie fehlt mir auch nicht.“ Und das war ja auch die Wahrheit.

Also sich Johanna von mir trennte war das letzte Lied dass ich Ihr vorspielte meine selbstgeschriebene Version von Death of a Clown. Niemals hätte ich gedacht, dass ich sie danach nie wieder sehe. Und niemals hätte ich gedacht, dass ich ihr einen meiner Lieblingssongs als letzten vorspielen würde. Sie sagte, nachdem ich auf der Gitarre den Song klimperte : „Irgendwie machst du mich depressiv. Sei doch mal wieder so wie früher!“

Ich bin ja nicht blöd. Ich war zu der Zeit depressiv oder unglücklich. Und sie war wirklich nicht schuldlos daran. Aus meiner Sicht jedenfalls. Vielleicht war es auch meine Sicht dieser Beziehung zu diesen Zeitpunkt, die sie hat Depressiv werden lassen. Die ärmste. Dann muss sie sich an diesem Tag gefühlt haben, wie ich sooft in 3 Jahren Beziehung. 3 Jahre in der ich tolle Sachen mit ihr erlebt habe. Viel rumgefahren in der Weltgeschichte. Und als Johnny Desaster war ich auch unterwegs. Diese Zeit mit Johanna war eine Energieleistung, die mich heute wahrscheinlich ins Grab bringen würde. Aber Junge Leute kennen kein Stop, oder Langsam. Ich bin Johnny Desaster. Ich bin ein Pferd, kein Esel. Leider. Wenn man mich peitschte, dann rannte ich schneller länger, rasanter. Warum? Keine Ahnung. Meine Bestimmung wahrscheinlich.

Wahrscheinlich ist es mein Kopf und mein Herz. Beides treibt mich gerade dazu eine Muse zu empfinden wie ich sie selten hatte. Ich träume irgendwie von einer realen Fantasy. Nicht nur die Liebe, nein auch das Leben, kommen darin vor. Ich weis, dass ich unter den faulsten Lümmeln der Welt nen Platz aufn Treppchen hätte. Und trotzdem scheine ich im Schlaf doch viel erreicht zu haben. Was hätte nur sein können, wenn ich nicht so viel gegammelt hätte?

Garnichts nehme ich an. Ich war zu Jung zum Arbeiten. Ich war zu jung um wirklich Sinnvolle Dinge zu tun, die mich weiterbrachten.
Ich tat einfach das, was ich im Moment tun musste, sollte, wollte. Vom der damaligen Zeit zu heute hat sich in der Thematik nicht viel verändert. Nur der Energieaufwand ist bei Weitem nicht mehr so hoch wie damals. Kaum zu erklären. Es müsste mich heute alles viel mehr anstrengen. Aber ich scheine das Chillen besser drauf zu haben als früher.

Die Bierfreunde Mittelhessen. Es gibt da so einen echt netten Typen. Ich nenn ihn den Schrader. Er ist sowas wie unser Hausmeister. Ich kenne ihn jetzt seit über 5 Jahren. Er ist Ossi. Ich komm ja super klar mit diesen Leuten. Er hat ein Herz für mich. Er denkt im Urlaub an mich. Schickt mir Bilder von Was weis ich wo er is, und hat dabei meinen Hut auf. Er liebt mich, das weis ich. Obwohl er so ein verhurter Bock ist, kann ich ihm das nicht übel nehmen. Denn er macht was er will.
Und jetz will er dass ich mit ihm zur Brauereibesichtigung nach Lich mitkomme. Da soll ich dann auch das Lied für den Verein zum Besten geben. Es wird nicht Barrierefrei sein, aber die Jungs wollen unbedingt, dass ich komme und setzen alle Hebel in Bewegung, dass ich da einen reibungslosen Aufenthalt haben werde. Sowas muss belohnt werden finde ich.
Und zwei Tage später fahr ich zu ner Freundin in den Pott. Geburtstag. Wieder einige Kilometer in ein Paar Tagen und sicher auch einige Liter Bier. Aber hey. Wenn man eingeladen wird… was will man machen.

Den Song für die Bierfreunde werde ich heute Abend, hoffentlich nicht mit zu viel Perfektionismus, fertig stellen. Mir ist aufgefallen, dass Songs, die ich für andere Leute schreibe, einfach so aus den Kugelschreiber fallen. Ich brauche ein Thema, ein Brainstorming und fertig. Melodie kommt schon fast von alleine.

Ich wünsche mir, Lieber Gott, das die Musik noch lange mein Freund bleibt. Ich wünsche mir dass ich irgendwann die Mittel habe, das Leben zu führen, dass ich mir für die Zukunft vorstelle. Jetzt läuft es passend und gut. Ich habe da nur diesen irren Plan im Kopf. Ich will was unmögliches schaffen, was für mich aber wiederum normal ist. Also der Gedanke, die Vorstellung an dieses Leben das ich haben will. Für mich ist er normal und machbar. Weil nichts unmöglich ist.

Aber ich brauche die Zeit. Alleine in dieser Vorstellung liebe ich sie.
Das gibt mir die Kraft oder wird mein Verderben sein. Egal. Man lebt nur einmal ;-)

25.9.14 18:04, kommentieren

Showdown zum Feierabend

Ich arbeite zwar in einer Behörde, aber es gibt hier echt ein Paar coole Leute, die beängstigend nahe meine Lebensphilosophie teilen.

Ich rede gerade von meiner Verliebtheit. Ich erzählte von dem Mädchen, dass so weit weg ist. Ich erzähle von meinen gebundenen Händen in dieser Situation und dass ich trotzdem so belebt bin und ich irgendwie immer auf mein Glück warte. Bis es Eintrifft oder sich andere Tore öffnen.
Ich habe mir ja nicht das einfachste Ziel gesetzt. Aber ich will eben nur das erreichen, was in meinem Kopf abgeht. Solange ich das mit ihm vereinbaren kann.

„Was spricht gegen so ne Beziehung in der man sich selten sieht!“

Er:“Richtig. Die meissten Beziehungen scheitern ja daran, dass man sich oft sieht!“
Ich: „Eben. Wozu braucht man dann immer jemanden um sich, oder? Mein Leben is doch geil“
Er:“Richtig. Und zwar zu hundert Prozent. Und wenn du deine gebliebte Siehst sind es 110 Prozent! Und mehr als hundert Prozent braucht man eigentlich nicht. Das is Luxus Junge. Das kann von mir aus eine Leben so weiter gehen.“

So infantil sich dieses Gespräch auch anhört, ist mir durchaus bewusst wieviel ernst dahinter steckt. Ich m eine der Junge is 7 Jahre jünger als ich. Aber er teilt dieselbe Meinung wie ich. Solange ich mich für jemanden verändern muss, will ich ihn nicht haben. Es sei denn ich verändere mich freiwillig.

Und tatsächlich. Ich denke manchmal dass es das schönste ist sich selbst zu lieben. Und das ist wirklich toll. Der Junge, mag er vielleicht auch ein kleiner Teufel sein, der in mir einen Komplizen gefunden hat, sprach mir total aus der Seele.

Jetz mach ich mich auf den Heimweg. Ich liebe diesen Job.

26.9.14 17:52, kommentieren