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Gute Idee, Son Scheiss

"Herr ich will nicht dass du mir den Berg aus dem Weg räumst, aber gib mir die Kraft ihn zu erklimmen!"

Irgendsoetwas hab ich vor Kurzem in einem Ghospel vernonmmen. Der Berg meines Lebens. Tja, da würd ich auch gern raus. Und somit hab ich es endlich satt alles aufzuschieben und immer wieder neue großartige Pläne zu schmieden.

Morgen hab ich einen Wohnungsbesichtigungstermin. Gestern hab ich in meinem Mietvertrag geblättert, weil ich wissen wollte wieviel Zeit ich habe zum nächstmöglichen Termin zu kündigen. Am 03.03. muss das Ding über den Tisch sein, und dann hab ich noch 3 Monate Zeit das sinkende Schiff an Land zu bringen, nach BGB.

Super ey. Das ist wieder Typisch Ramon. Seit zwei wochen hab ich den Plan mein Leben zu verändern und gestern schau ich in den Mietvertrag, was ich schon seit jahren hätte machen sollen, und setze mir wiedermal selbst die erste Deadline.

Als ich so in meinem Mietvertrag blätterte staunte ich nicht schlecht. Hätt ich da mal eher reingesehen, dann hatte ich gewusst dass es meine Pflicht gewesen wäre alle 3 - 5 Jahre auf eigene Kosten Renovierungen vornehmen zu müssen.
Statdessen habe ich einfach nur dem verfall Tribut gezollt und ihm Notfalls durch Übermut und Fahrlässigkeit nachgeholfen.

Jetz muss ich nur darauf hoffen, dass die mir morgen bei meinem Besichtigungstermin ein gescheites Angebot machen und dann werd ich den Karren in Richtung Land bewegen.

Es gibt kein zurück. Schlimmer kann es nicht werden.

Thistime Lord you gave me a mountain

1 Kommentar 1.3.10 14:30, kommentieren



Der Mensch - zum Arschloch geboren

Der Mensch ist dazu geboren ein Arschloch zu sein. Sobald er lernt zu entscheiden was richtig oder falsch, gut oder böse ist, fängt er an das jeweilig positive für sich zu nutzen.

Jeder Mensch ist ein Arschloch, tief in sich. Jeder Mensch hat eben auch die Freiheit zum anderen Menschen mehr oder weniger Arschloch zu sein.

Ist man verliebt, dann unterdrückt man das Arschloch. Das nennt man liebe. Alles an Selbstsucht wird unterdrückt nur um den anderen zu gewinnen.

Auch Freunschaft ist ein Arschloch. Man ist nämlich nicht mit jemanden befreundet weil man den Menschen so sehr braucht, oder immer braucht, oder immer toll findet. Man ist befreundet weil man gerade nichts besseres zu tun hat.

Denn wenn mal das Arschloch LIEBE ins Spiel kommt, dann hat man keine Zeit mehr für dir Freundschaft.

Beruf ist Arschloch. Schule ist Arschloch. Nur Familie nicht. Also man darf da zumindest nicht Arschloch sein. Weil ja alle anderen schon arschlöcher sind sollte man zumindest zu seiner Familie weniger Arschloch sein.

So, wollt ich nur mal sagen.

Nacht ihr Arschlöcher

4.3.10 23:31, kommentieren

Gedanken des Kriegers

Scheisse. Einfach nur scheisse. Was mach ich bloß?
Ich kann nicht wirklich erklären was in mir vorgeht. Habe ich ein Beschäftigungsproblem?
Solange ich was zu tun habe ist alles, ziemlich, Okay.
Sobald ich zeit zum denken habe, könnte ich gleicherzeit einfach nur kotzen.

Ist das ne Depression? Keine Ahnung. Das neue Update des Lebens bekam mir nicht gut. Ich versuch mich an die Zeiten zu erinnern als in mir noch alles funktioniert hat. Aber ich kanns nicht. Ich bin auch nicht traurig. Ich bin wütend, verzweifelt und müde.

So kam ich zu dem entschluss endlich mal umzuziehen. In eine Teure wohnung. Ich bin kein Kind mehr. Ich kanns mir mittlerweile leisten, denke ich.
Aus den Kontras werden immer mehr pros. Das ist die gute nachricht. Trotzdem finde ich inner lich keinen wirklichen frieden. Warum auch immer. Ich gebe natürlich immer den anderen die schuld, weis aber dass ich es bin, der einfach nur unzufrieden ist.

Wenn ich heute höre dass einer sagt "Johnny, ich ziehe meinen Hut vor dir" dann nehme ich das dankend an und denke dass ich es verdient habe, auf eine bescheidene Art und weise.

Eigentlich hab ich keine Feinde. Ich bin auch nicht der Freundetyp. Deshalb bin ich selten nachtragend, weil ich einzelgänger bin und mich gern alleine quäle.

Ich glaube, dass in dieser Zeit, wo ich so innerlich alleine bin, da suche ich nach einen Funken anerkennung. Einen funken daseinsberechtigung.
MIt allem was ich tue setze ich mich dermaßen unter druck. Ich will eben auch nicht mehr lange nachdenken. Ich will Erfolg mit meiner Entscheidung haben, oder so ehrlich daran scheitern, bis mir klar wird, dass ich einen absolut falschen weg gegangen bin.

Johnny Desaster. Der coole Held, der LIebling. Er kämpft höllische Kämpfe. Ich will mir beim besten willen nicht vorstellen, dass ich der einzige bin der sowas fühlt wie ich.

Das gute ist auch, dass ich fern von dem Gedanken bin dass ich Aufgeben muss. Ich will mir auch nicht das leben nehmen. Ich habe nur angst dass ich irgendwann am steuer einschlafe und gegen einen Baum fahre.

Ich habe was in mir, was mich treibt. Ohne ende. Es treibt mich nach vorne. So lange bis ich mal wieder pause machen kann. Ich bin ein Scheiss Seelenzigeuner. Wenn ich mein Lager aufgeschlagen habe, dann hoffe ich eben mich dort wohlzufühlen.

Nochwas positives ist gerade die Tatsache, dass ich jemanden Gitarrenunterricht gebe. Es scheint mir wichtig zu sein. Der kleine Macht sich. Er ist 15, introvertiert und hat schlimme Agne und eine Zahnspange. Aber er hört mir zu. Er nimmt tips an und wird tatsächlich besser.

Ich hab das gefühl dass ich ihm selbstvertrauen geben kann. Scheint so als schaut er zu mir auf. Als der Vater mich fragte wie der Sohnemann sich macht sagte ich nur dass ich zufrieden mit ihm bin.

Danach klatschen sie beide ab. Vater und Sohn. UNd dann Boxten sie in meinem Büro. Richtig schlimm echt. Vater und SOhn. Anscheinend haben sie eine MIssion. Der Vater will was machen aus seinem Jungen und ist über jede Positive bemerkung froh und stolz.

DAs ist ein kleiner Nebeneffekt in meinem Leben. Gut sein, Anerkannt sein. DAs ist nichts. Wirklich nichts gegen das Gefühl zu wissen dass man jemanden was beibringen kann.
Ich gebe immer eine kleine Belohnung und versuche das verhältnis zwischen meinem Schüler und mir auf distanz zu halten und ihn nicht gegen seinen Vater aufzuhetzen.

Tja, was lerne ich daraus? Ich weis es nicht. Ich bin ein beliebter mensch, mit dem man nicht in Frieden leben kann. Weil ich doch innerlich so verkommen bin. Aber ich muss mal irgendwie zu meinen Gefühlen in mir stehen. Ich muss dampf ablassen.

Noch was positives ist (und das sag ich jetzt nicht um mich aufzubauen, das hab ich einfach mal so gemerkt) dass seit ich mein inneres schwein mal rauslasse, dann freier fühle. Ich habe das gefühl nicht mehr den verstand zu verlieren. Es ist die realität die mich irgendwie frustriert. Aber ich weis dass es hier um mich geht.

Ich will mein Mojo wieder haben. Notfalls mit Gewalt. Das ist ein kraftakt, aber ichkann mir auch beim besten willen nicht vorstellen jemals glücklich zu sein. das passt nicht zu mir.

Was witziges. Nebenan zieht ein Mädchen ein. Ne freundin von Carsten. Der hilft und bohrt und bohrt und wird offensichtlich mal wieder ausgenutzt.

Gestern klingelte er an meiner tür und als ich auf machte sagte er "Tschuldigung aber ich hab grad durch die wand gebohrt!"

War natürlich nur ein witz. Er wollte sich meinen Telefonanschluss ansehen, wie die kabel geschaltet sind. Eigentlich wollte ich dass er sich schnell verpisst weil meine familie hier war. Meine Mutter bot ihm nach 10 Minuten (anscheinend wollte er nicht so schnell weg) ein Bier an. Er nahm es an, unterhielt sich. Ich lies einfach alles laufen. Bis dann die Mädels von nebenan geklingelt haben "Carsten, du trinkst Bier? Ran an die Arbeit!"


Tja, meine Mutter meinte nur "28 Jahre bist du auch schon carsten. Du siehst irgendwie noch so unreif aus. Nich so wie der Ramon (so fett und versoffen)"

Meine Mutter hat das Talent Menschen mit ihrer Offenen Art zu demütigen. An sich ist sie schüchtern und sagt selten was zu meinen Freunden. Und wenn sie was sagt ist das sowas, was die menschen beleidigt. Aber eben unfreiwillig.

Ich weis noch wie sie zu meiner Freundin mal sagte "Mensch Joe, bist du dick geworden. Aber auch die Titten... Gewaltig!"

So bin ich eben mit allem zufrieden und unzufrieden was ich habe.
Heute werde ich noch den mund halten und morgen plane ich schon wieder meine menschliche Resozialisierung.

Nach dem ich meinen kleinen Bruder gestern hier hatte, und der mal wieder nicht heimwollte, hab ich jetzt himmlische ruhe und könnte einen Ghospel schreiben.

Am 8 Mai ist mein erster auftritt dieses Jahr. Ich hoffe ich überleb das alles. Naja.

Ich geh mal bayern gucken. Mir ist heute mal egal ob sie verlieren

1 Kommentar 13.3.10 19:44, kommentieren