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Schön als mir es heute mal wieder klarwurde...

Antrieblosigkeit bezeichnen hier einige als ein Psychisches Problem. Gut dass ich von anderen noch lernen kann. Oder dass ich noch Dinge annehmen kann.
Ich glaube ich bin mit der faulste Mensch der Welt. Und aus gerechnet der will die großen Aufgaben erfüllen an denen er verzweifelt.

Es ist mal eben wieder einer von diesen Tagen an denen ich mehrmals den Verstand verliere ohne jetzt ein größere Aktion zu starten.

Ich werde einfach langsam so weitermachen. Ich denke das ist soweit gut. Dann werde ich inneren Frieden finden und leben.

Es ist kalt, und ich bin nicht sauer deswegen, weil mein Rolli seit heute wieder 8 Kmh fährt. Ich traue mich immer noch nicht bei der Stadt Hanau wegen meiner WOhnung anzurufen.
Ich habe mir vorgenommen am Freitag zum Zahnarzt zu gehen.

Das ist an sich schon viel zu viel für mich.
Mal sehen wie es weiter geht.

Ach ja und der Liebe Alex nahm heute auch ganz freiwillig Kontakt zu mir auf. Smalltalk. DUmme Situation. Aber naja, es gibt schlimmeres.
Ausser dass ich immer noch nicht wirklich was finde worüber ich mich mit ihm entspannt unterhalten kann ist eigentlich keine weitere Neuigkeit zwischen uns eingetroffen.
DAs ist eigentlich traurig. Wenn ich nichts sage, dann sagt der auch nichts. Setzt sich aber zu mir.

Ich verstehs noch nicht. Aber vielleicht hat gut ding immer noch weile.

Als dann

R

15.9.09 17:13, kommentieren



Menschen - Dummheit - Gott - Jesus - Zoff in der Band

Ich habe heute mal ein unglaubliches Erlebnis gewagt. Ich bin in die Baptistengemeinde gegangen und habe mir die psychostunde geholt, die mir der arzt nicht geben wollte.
Ich war in einer Gemeinschaft friedlebender Menschen deren einziges Ziel war zu Predigen wie man mit Menschen klarkommt.
Also in erster Hinsicht war der Sinn des Lebens sich selbst zu lieben.
Erst dann kann man die anderen LIeben. Die anderen kann man aber nur lieben in dem man in denen etwas Größeres sieht als sich selbst. Das heisst also, dass ich das ganze selbstvertrauen, dass ich aufbauen muss um mich selber zu lieben, wieder ablegen muss um in meinem Gegenüber etwas Größeres zu sehen.
Schwierig.Mir fällt es in diesem Zeitpunkt eben sehr schwer jemanden zu lieben, der sichselbst nicht wirklich mag. Also muss ich diesem Menschen solange vormachen dass er toll ist, bis er selbst genug LIebe für sich empfindet und sich selbst akzeptiert.
Was habe ich davon, wenn ich dem Menschen dabei Helfe so zu sein wie ich, ohne dass erselbst was dafür tun muss.
Es hat mich nachdenklich gemacht und ich fühlte mich recht verschaukelt. Denn ich habe mich über die Jahre irgendwie angestrengt.

Mit dem Tag wo alles funktionierte wie ich es wollte Begannen die Probleme. Denn ich durfte es nicht auskosten ohne auf die zu Verzichten, die sich eben schlecht fühlten weil sie nicht so waren wie ich. Dabei war ich auch mal so ein Arsch, eine Heulsuse, eine Unverstandene Mutter Theresa.

Ich bin durch die Hölle gegangen. und ich tue es auch immer noch. Ich bin am Rande des Wahnsinns und muss jeden Tag irgendwie überleben, oder erleben, wenn es eben gut läuft. es hilft mir keiner. Muss aber auch keiner. Und ich helfe auch keinem.

Ich bin so wie ich bin. Ohne Rücksicht auf die, die noch irgendwie zu sich finden wollen. Keine Zeit. Keine Kraft. Nicht für die anderen.

Erhebt Euch.
Ich verbeuge mich nicht.
Denn ich will lieber stehend sterben als knieend leben, lieber tausend qualen leiden als einmal aufzugeben...

AaaaaaaaaMen


Ps... der Islam ist wesentlich einfacher als das Christentum. Und effektiver ist es auch. Es gibt nur "Charam" oder "Challal".

Geht oder geht nicht.

In diesem Sinne

OTUR

20.9.09 23:37, kommentieren

Liebes Tagebuch

Heute lernte ich zufällig und ohne jede Absicht wie man einen Menschen zur Weissglut bringt.
Seit ein Paar Wochen bin ich in Rehabilitation. Eine der vielen Therapien, dich ich hier bekomme ist die Ergotherapie, auch Beschäftigugstherapie genannt.

Meine Therapeutin ist ein junges und flippiges Mädchen. Aber sie macht mich total nervös mit ihrem arnarchistischiem Gegackere.

Also lies ich mich in die Seidenmalerei einteilen. Ich fing an ein Seidentuch zu malen, für meine Freundin. Es sollte aus dem Unionjack bestehen, und der Pyramide von Pink Floyds Dark Side of the Moon

Und da merkte ich dass die Frau nicht richtig tickt. Ich redete kaum noch und malte was das Zeug hält. Immer und immer wieder funkte sie mir dazwischen. So langsam begann ich sie zu hassen. Immer wieder hiess es "Sie könnte das noch so, oder das noch so machen.... ...so wirkt es akorater... ...also es ist schon ein wenig strukturlos was sie da machen...."

Und immer wieder dieses SIE. Von einer 23jährigen.

Die Ergotherapie dauert immer eine halbte Stunde. Ich bin irgendwie froh wenn sie vorbei ist. DIese Frau setzt mich irgendwie unter druck. Ich räume alles selber hin, und räume alles selber weg, so dass sie kaum noch was machen muss.

RIke hat meisstens vor mir Ergo. Danach komm dann direkt ich. Wenn dies der Fall ist, dann komme ich mit ihr zusammen in die Malstunde. Hat 2 Vorteile. A, ich muss die Therapeutin nicht alleine ertragen und B, wir haben somit ne Stunde zeit, anstatt einer halben.

2 Wochen lang malte ich an den Umrissen, so dass ich heute mit den Farben beginnen konnte. Ich war traurig, denn das Bild war ein reines Symetrisches Desaster. Ein Zeichen der Unterdrückung. Ich wollte mir Mühe geben und alles Ordentlich machen. Und jede Liebe fehlte bis her in diesem Bild, in dem einige Bisher sowas wie Pentagramm sahen.

Heute wollte ich mich davon Frei machen. MIt der Farbe sollte kunst und liebe in das Bild kommen.

Ich fing an mit Blau. Ordenlich. Ich bemalte die Seide erstmal mit Blau. Da funkte sie mir ein erstes Mal dazwischen. "Wenn man die Seide vorher nass macht, dann verteilt sich die Farbe besser und es sieht viel Ordentlicher aus!"

Ich kotzte innerlich und machte die Seide nass. Nein halt. Sie tat es für mich. Rike schaute mich an. 20 Minuten malte ich, ohne ein Wort zu sagen. Ich machte nicht die ganze Seide nass, sondern immer nur ein Bisschen, damit ich unterschiedlichere Blautöne aus dem einzigen Vorhanden Blau rausholen konnte.

Dann verließ die Frau kurz den Raum. Rike und mir war klar, dass diese Frau ein Problem mit dem Wahnsinn hatte. Dem ganz normalen Wahnsinn. Alles muss immer an seinem Platz stehen. Alles muss einen Plan haben und darf vom Ergebnis nicht abweichen.

Die Hexe kam sofort wieder zu uns. Ich machte die Blaue tube Farbe nochmal auf und verspritze aus versehen ein bisschen Farbe da hin wo sie nicht hinsollte.
Die Frau schaute entsetzt. "Egal, ein Künstler macht aus den Blauen Flecken ein Paar Pflaumen", dachte ich mir.

Sie jedoch holte Salz und legte es auf die Flecken, damit die Farbe aus dem Tuch gezogen wird. Instinktiv nahm ich a uch Salz in meine Hände und verstreute is auf die Blauen flächen meiner Flagge. MIt Absicht. A konnte ich somit noch mehr Effekt rausholen und B wurde die Therapeutin immer ungeduldiger mit Mir. Sie war geschockt, dass ich mit Absicht anfing mein Mathewunder zu zerstören und ein banausenkunstwerk erschaffen wollte. Nach und Nach fing ich an hier und da auszubrechen und befreite mich aus ihren mentalen kontrollierenden Fängen.

Als meine Malstunden zu ende war hatte ich noch ein wenig Farbe im Becher. Ich musste wieder Punkte machen. Ich seh sie ja eh erst nächste woche wieder und bis dahin sollte sie sich abgeregt haben.

Ich nahm den Farbbecher mit Blau und Schüttete ihn auf dem Bild aus. Hier und da. Fleck Fleck. "Und das war jetzt ne gute Idee?", fragte sie mit langen Zähnen. "Nein, mir ist grad nichts besseres eingefallen!", antwortete ich.

Sie brodelte. Ich konnte es an sich garnicht verstehen. Allein dass ich keine Normale vorlage genommen habe, war ihr ja schon zu bider. Und immer wieder liegt mir eh schon ein "Jetz lassen sie mich doch einfach mal machen wie ich das will!", auf der Zunge.

Dann kam der Gau. Ich muss morgen Nochmal zu ihr. Wir wussten beide dass wir keine Lust darauf haben. Ich meinte nur "Da müssen sie jetzt durch!"

Und sie meinte "Nein nein, schon okay. Es gibt schlimmeres als ihnen still beim Malen zuzuschauen!"

Sie fühlt sich fehl am Platz. Aber in meinem Künstlerherzen dulde ich sowas eh nicht.

Ich habe so einen miesen Plan. Ich werde mich das nächste mal richtig krass auslassen. So wie ich es will. Und dann bekommt die den Herzkasper.

Die Gute Nachricht: Ich kann morgen garnicht zur Ergo.
Schlechte Nachricht: Warum ich nicht zur Ergo kann? Ich habe einen Zahnarzttermin.

Schüsssss

23.9.09 15:01, kommentieren

Die Zeit, sie trennt nich nur für immer Traum und Träumer...

"Die Zeit, sie trennt nich nur für immer Traum und Träumer.
Sie trennt auch jeden Sänger und sein Lied.
Denn die Zeit ist das was grad geschieht.
Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt, denn er wird niemals alt, die hölle wird nicht kalt. Heute ist schon beinahe morgen..."

Sehr nahe gehen mir diesen Zeilen eines Liedes, welches in den 70gern aufgenommen wurde. Die Zeit verinnt so schnell. Kaum einen Gedanken verschwende ich an die Gegenwart, sondern immer nur daran was war und was vielleicht einmal sein wird. Nach nun fast 4 Wochen im Pseudoalkatraz wird mir wieder klar wie sehr mir mein Zuhause fehlt. Mein einfacher Tagesrhytmus. Und da läuft es doch irgendwie langsamer als hier. Ich verstehe es nicht so wirklich. Ich mache hier eigentlich nichts besonderes. Aber ich habe einen Wochenplan, der mich am Montag schon daran erinnert wie es Samstag sein wird.

Ich verliere den Verstand und meine Faule Seele nimmt fast jede Möglichkeit an Augen und Ohren zuzumachen.
Am Mittwoch soll ich ein Konzert geben. Ich hab keine Ahnung wie ich das auf die Reihe bekommen soll weil ich nicht weis welches Publikum mich erwartet. Am liebsten würde ich für die Insaßen hier den ganzen Tag so tun als wäre ich Johnny Cash. Für die Insaßen und für mich.

Gestern war ich völlig fertig und machte mich trotzdem in die Stadt um ReCartney zu sehen. Eine Beatles Coverband die ich zu hause leider verpasst hatte. Hat mir der Herr doch einmal in die Karten gespielt?

Ausnahmsweise ja. Was ich da gesehen und gehört habe war einfach nur unglaublich. Noch heute hat fast jeder Mensch einen Lieblingssong von den Beatles. Es gab keine bessere Band. Es gibt auch keine. Und es wird auch nie eine Band geben die ihre eigene Idee zum Mythos, zur legende macht.

Mir ist aufgefallen, dass es kaum einen Traurigen SOng von Beatles gibt, der einem Erklärt dass ein Mensch hier am Ende war. Ausser Help. Und der hat eine Scheiss gute Melodie.

"Als ich noch jünger war als jetzt, da brauchte ich niemanden, der mir hilft. Und jetzt verschwindet meine Unabhänigkeit wie in einem Dunst!"

So sieht es aus. Aber es ist nicht meine Unabhängigkeit die Schwindet. Es ist die Leichtigkeit, die gelassenheit, die Ruhe das Scheissegalgefühl.

Naja, ist mal wieder so wie es ist.

Es ist einfach alles in OBI

1 Kommentar 27.9.09 22:45, kommentieren