Archiv

Let's all drink

Was für ein Wochenende. Bin gerade aus der Dusche draußen und habe gestunken, wie schon lange nicht mehr. Jesses Mariah. Das war ein sehr geiles Wochenende.

Es gibt ja so Legenden, dass die Partys auf die man keinen Bock hat, immer die besten sind. Oh Jea. That was it.
Ich war in Stuttgart. Mein Cousin wurde 20. Seine Eltern haben eine Ponyranch und reisen damit durch Deutschland. Bei denen is immer was los. Deshalb bin ich mal mitgefahren, weil ich einfach an der freien Luft sein wollte. Es war ein schönes Gefühl, mal wieder unter meinen reisenden Leuten zu sein. Wo man sich schnell zu Hause fühlt. Das ist witzig, weil ich nur noch so wenig persönlichen Kontakt zu ihnen Habe. Die Mentalität dieser Menschen lässt sich ganz einfach beschreiben. Sie sind nicht reich. Aber sie leben ein sehr verschwenderisches Leben. Das würde ein Aussenstehender sagen. Mir ist wieder klargeworden, dass sie einfach Leben, ohne zu sparen. Das Geld was sie verdienen, ist wirklich erschuftet, dafür gönnen sie sich davon den Luxus, in dem Rahmen in dem sie ihn bezahlen können. Und das macht diese Leute so sympathisch. Da waren Jugendliche, die wesentlich Jünger waren als ich, und die haben ihre letzte Kohle zusammen gekratzt um den Cousin zum Geburtstag zu besuchen und zu feiern. Sowas hab ich ausserhalb meines Komödiantenlebens leider nie kennen gelernt. Immer ist es eine Frage des Geldes. Aber ich kann das ja sogar nachvollziehen. Diese Jungs, oder Mädels, die müssen dann eben nächste Woche ein bisschen Mehr schuften, damit sie die Kohle wieder raushaben. Ein Normalbürger hat nur ein geregeltes Einkommen. Wenn er kein Geld hat, dann hat er kein Geld. Das ist beim Reisenden Volk einfacher. Die legen dann ne Sonderschicht ein, und haben dann genau den Groschen über, der vorher noch gefehlt hat. Dafür hat der normale Arbeiter ein geregeltes Einkommen. Im Grunde hat alles seine Gute und seine Schlechte seite, nur ist es so, dass ein gewöhnliches Leben, dir nicht immer die Freiheit gibt, mal ganz spontan auf großem Fuß zu leben.
Aber dass dieses reisende Volk nicht nur gut feiern kann sondern auf habgierig ist, beiweisst dieses Photo.

Mein Vater bemerkte die anstehende Bierknappheit. Er hat ein verdammtes Auge für solch heikle Situationen. Deshalb versteckt er dann immer schon ein bisschen Bier. Das haben wir dann nachts noch auf dem Hotelzimmer getrunken.


Und Ja, es gibt noch Cowboys. Das Beweist dieses Bild.
R’n’R

Der Mann ist eigentlich gebürtiger Ossi und zieht zeit fast 15 Jahren mit der Ranch von meinem Onkel rum. Wir haben uns über Woodstock unterhalten. Ich hab mich gefreut, mal wieder mit jemanden über gute Musik zu reden. Der war ja eigentlich Ossi, und ich weis, dass er nicht dabei war, aber er war zu Zonenzeiten DJ in einer Ossi bar. Er hätte mich genau so gut anschwindeln können. Aber allein sein Interesse an dem Thema, war wirklich echt. Ich machte dann den Ultimativen Test. „Death of a Clowm!“ ZU diesem Lied muss man nicht viel sagen. Entweder man kennt es, oder man kennt es nicht. Ich liebe dieses Lied. Es ist traurig, sarkastisch und sehr unheimlich, wenn man sich darin selbst entdeckt. Man kann nicht mit jedem über dieses Lied reden, und das bedeutet mir was.

Die Party war einfach nur klasse. Gerade als es so richtig gemütlich war, gab es die erste Schlägerei. Schlägereien auf Komödianten Party gehören dazu. Ein 60 Jähriger hatte sich mit einem 20 Jährigen angelegt, und ihm eine reingehaun. Der Gastgeber, der Vater meines Cousins, wusste allerdings schnell die Situation zu schlichten. Mit den Worten „Wer von so einem Mann eine reingehaun bekommt, darf sich geehrt Fühlen“ zauberte er nicht nur mir ein lächeln übers Gesicht.

Ich war einfach zu Hause. Zu Hause ist ein Gefühl, und kein fernes Land. Manchmal fühle ich mich hier in Hanau so fehl am Platz. Mir fehlen heimische Emotionen, wenn meine Familie nicht hier ist. Und dann besuche ich sie, und es geht mir wieder gut.
Und wer von meinen Freunden, meine reisende Sippe kennt, der weis, dass die feiern können und vor allem was für schöne Mädchen es da gibt. Man ich war im 7bten Himmel. Ich kann gar nicht sagen, wie gut ich mich gefühlt habe. Sie waren nicht nur hübsch, sonder schön.

Naja, und manchmal kann man sich auch hässlich machen.

Ich bin in letzter Zeit sehr nachdenklich und ehrlich zu mir selbst geworden. Was fehlt mir, was brauche ich. Träume ich oder wache ich.
"It’s all Okay, Ramon. It’s really all Okay". Das hab ich mir gestern seit langem mal wieder gedacht.

Ich bin von meiner Einstellung zum Leben ein sehr eigener Mensch geworden, die letzten Jahre. Heute Sprach mein Onkel von den Forschungsergebnissen über Muskelsdystrophie, und dass es nicht mehr lange dauert bis es endlich ein Seerum gibt.

Ich habe aufgehört mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Manchmal glaube ich, dass ich einfach für dieses Leben gemacht bin. Ich werde vielleicht gerade wegen diesem Behindiproblem so sehr von Emotionen getragen. Ich konnte nur lachen, als der Mann mir von seien Träumen erzählt hat. Er konnte es nicht verstehen. „Was würde das an meinem Leben schon ändern, wenn ich jetzt wieder gehen könnte?“, meinte ich.
Er würde sich alles Zähne, ohne Narkose, ziehen lassen, wenn er wieder gehen könnte. Ich hab einfach keinen Bock auf schmerzen. Ich kann so auch ganz gut Leben.

Manchmal Frage ich mich, ob es mich entzaubern würde, wenn ich eben ein „Gesunder“ Mensch wäre. Und das macht mir dann sorgen. Würde ich so eine Wunderheilung vielleicht sogar abweisen weil ich dann nichts besonderes mehr wäre? Keine Ahnung. Ich denke ich wäre trotzdem Interessant für die Menschheit. Meine Krankheit bedeutet mir nicht sonderlich viel. Mir ist nur wichtig, dass ich so lange wie möglich unabhängig bleibe.

Ich war vorhin so in Gedanken über mein Leben vertieft, dass ich mich nach dem Duschen ordentlich auf die Fresse gelegt habe. Schon lange hat mein Körper nicht mehr so versagt. Ich hab mich einfach nicht aufgeregt. Schön.

Und eben bekommen ich eine SMS mit der Frage "Hast du Gottes Seegen?"

Komisch. Diese Gefühl nennen manche Menschen vielleicht wirklcih Gottes Seegen, aber wer weis von wen es kommt, der weis auch dass ich in diesem Moment ein wenig schmunzeln musste, und zu gleich mystisch erschreckt und geladen war.

Danke hier nochmal für den MAgischen Moment, was für ein wesen du auch immer sein magst.


Eins ist mir klar. Ich belüge mich nicht. Wirklich nicht. Ich habe auch aufgehört anderen was vor zu machen. Ich bin irgendwie mit mir im reinen, wie schon lange nicht mehr.

Und dazu kommen noch meine Träume. Da Träume ich von einem Total geilen Weib, mache mit ihr rum, und als meien Freunde mich sehen stoße ich sie weg. Weil ich kein Hurenbock sein will.
Nicht mal in meinen Träumen. Verdammt. Ich muss Kontrolle über meine Träume kriegen, dann gibt’s auch wieder anständige Orgien.

In diesem Sinne

2.4.07 21:13, kommentieren



Anders als beim ersten Mal

Irgendwas ist anders heute. Ich bin um 6:00 aufgestanden. Ohne Murren, mein Wecker spielte wie immer Paranoid. Der Schatten, den mein Fenster nachts immer an die Wand wirft, wenn der Mond durchscheint, gleicht normaler Weise immer einem Kreuz, wie es wohl in jeder Kirche hängt.
Heute früh war dieses Kreuz umgedreht. Keine Ahnung was mir mein Aberglaube und mein Unterbewusst sein damit sagen wollen.

Vielleicht ist der Bundyfluch unterwegs in meine Richtung?
Da kann echt was dran sein. Egal wie gut ich mich gerade fühle, ich habe meine Hände schon wieder schützend vor meine Eier gehalten, immer vorbereitet auf den Nächsten Tiefschlag des Schicksals.

Ich komme heute Auf Arbeit, und da war mein Bürotisch aufgeräumt. Hm, keine Ahnung wer das war. Ich hatte ja am Freitag schon ein bisschen Aufgeräumt, aber das heute Morgen war schon komisch.

Ich hatte echt ein gutes Gefühl dabei, mal wieder so früh das Haus zu verlassen. Wenn ich pünktlich auf Arbeit bin, kann ich auch früher gehen. Klar ganz einfache Regel. Nur dann passierte es mal wieder. Von der Autobahnauffahrt konnte ich schon den Stau sehen. Ich wollte schon wieder ausrasten, doch da sah ich den Grund des Staus. Ein total zermatschtes Auto lag auf der Fahrbahn. Es gab wohl keine Toten, aber das Auto sah schon verheerend aus. Jedenfalls hatte sich der Stau relativ schnell wieder gelöst. Hurra ich war immer noch gut drauf.
Mein Bruder hatte an meinem Radio rumgespielt. Jetzt ist dieser verfickte Staupilot aktiviert. Alle furz Minuten bekomme ich Staumeldungen und meine Musik wird unterbrochen. Das ist wie ein musikalischer Interruptus. Ach. Und ich weis nicht wie ich das abstellen soll. Egal. Hab ich eben den MP3 Player angemacht. Ja richtig. B A T T E R I E N leer. Aber ein Lied konnte ich noch Hören. „DANKET DEM HERREN!“ Danach war schluss.

Das Leben spielt doch mal wieder Katz und Maus mit mir. Der Geschäftsleiter schickt ständig dieselbe Aprilscherzmail rum. An sich war der Witz nicht schlecht. Ein Kran, der auf unserem Parkdeck einen großen Aschenbecher installiert, hat eine Scheibe beschädigt. Nun will der GL das der Schaden von den Rauchern im Hause finanziert wird. Sämtliche Leute antworten auf die Mail. Wer den GL kennt, der weis, dass er eigentlich selten Witze macht. Ich denke er will echt kohle sehen. Und womit? MIT RECHT.

Mein Chef hat ab heute 2 Wochen Urlaub. Kein Chef, keine Arbeit. Jedenfalls nicht solange ich es verhindern kann. Ist das alles zu Glauben?
Steht gerade mein Ende bevor. Ich habe irgendwie gerade so ein Donnie Darko Gefühl in mir.

Ich muss heute unbedingt noch de Sportsbar aufsuchen. Ich will dieses Bayernspiel sehen. Die werden eh verlieren, und das wird mich alles sehr deprimieren. Aber ich muss das tun. Ich könnte auch auf das Rückspiel nächste Woche warten. Das wird sogar live im Free TV übertragen. Aber NEIN NEIN NEIN.

Das ist MEIN Untergang. Und für den will ich schliesslich selber verantwortlich sein.

1 Kommentar 3.4.07 09:48, kommentieren

Der Untergang zum 2ten

So langsam hab ich die Schnauze von den Zeichen des Untergangs gestrichen voll.
und jetzt wo ich weis, dass ich nicht der einzige bin, der diese Gedanken hat, überlege ich mir was ich heute alles mit nehme nach Feierabend. Ich hab das Gefühl, dass ich den Laden hier plündern muss.

1) Komischer Weise lobt mich mein Chef am Freitag. Danach verabschiedet er sich in den
Urlaub. Ich hab das Gefühl der kommt nicht wieder.
2) Wenn ich singen könnte, dann wäre ich wohl ein Emo. Ich hab mir bei Wikipedia durch
gelesen um was sich Emo eigentlich dreht. Allerdings bin ich radikaler als ein Emo.
3) Gestern auf der Heimfahrt, da stand mir ein Mann gegenüber, an der Bushaltestelle. Und
der brachte dann dieses Donnie Darko gefühl in mir hoch. Er winkte mir zu, dachte ich.
Aber er winkte ins nichts. Immer und immer wieder. Wie Captain Ahab auf Mobi Dick. Als
würde er ein riesiges Schiff verabschieden. Ja so sah es aus.

Und was macht man in solchen Situationen? Was macht man in Momenten, wo man mit niemand anderen seine Gedanken teilen kann, weil sie einen alle für verrückt erklären?

Richtig. Man macht Selbstmord. Ich hab lieber den Dandy angerufen. Ich meine, manch einer sagt, dass der Dandy ein Clown ist. Aber wir wissen doch alle längst das selbst der Tod ein Dandy ist.

Er hat dasselbe Untergangsgefühl wie ich. Andere riechen eine Verschwörung. Ich rieche Angst und Korruption.

Ich war vorhin bei Lidl. Mit Kessi. Der Laden hat hier neu aufgemacht. Und ich bin schon fast blind rein gefahren und an der Schnapsbar hab ich dann angehalten. Ben Bracken für 12,50. Leute Schlagt zu bevor es zu spät ist.

Ich hab den Schnaps noch auf Arbeit verstecken wollen. Hab ich dann auch gemacht. Ein ganz raffiniertes Versteck hinter meinem Aktenbock. Und dann hör ich nur noch die Stimme einer Vorgesetzten? „Oh Ramon, sie waren wohl beim Lidl einkaufen.“ Ach, es ist wie es ist. Ich hatte den Bong in der Pforte liegen lassen. Scheisse passiert. Aber er ist ja noch zu. Wie lange noch.

Dem Dandy sind ganz viele Sachen kaputt gegangen „Alles is im Arsch. Kaffeemaschine, Radio… Bla bla!“ Und dann „Scheisse, die Tischlampe!“ Tja, die ist ihm dann während unserem Telefonat kaputt gegangen. Pech.

So ich geh jetzt zu Hassan. Wenn einer eine Antwort auf Solche Fragen hat. Dann ist es Hassan. Wahrscheinlich sagt er dann so was „Wenn die Welt untergehen sollte, dann sag ich dir schon vorher bescheid!“

Ach ist das nicht herrlich.
Vielleicht ist mein Leben auch so langweilig, dass ich mir Zwanghaft eine Vision einrede.

Isn’t it

1 Kommentar 3.4.07 14:46, kommentieren

Der Heutige Tag/Ein Film in Episoden

1 Episode

Ich sitze auf Arbeit, mit den Gedanken an den Verlauf des Tages. Ich habe ein Gefühl im Bauch, dass ich nicht beschreiben kann. Als würde noch etwas passieren. Wie eine Warnung, die ich mir nicht erklären kann. Kurz vor Feierabend telefoniere ich mit Dandy. Er beruhigt mich nicht gerade. Er sieht ein Ende auf uns zu kommen. „Warum lachen wir dann Dandy?“, frage ich. „Weil wir es wissen Ramon,“sagt Dandy.
Ich frage ihn nicht was wir wissen. Er weis das selber nicht. Aber irgendwas ist Faul an diesem Toten Tag. Vielleicht gerade deshalb, weil eben nichts passiert. Hätte nie Gedacht, dass das für mein Leben ungewöhnlich wäre.
Ich rufe Kessi an, und frage sie ob sie noch eine mit mir raucht. Sie kommt in mein Büro, zündet ne Kippe an, und hat diese bekannten Worte auf den Lippen. „Irgendwie bist du komisch Ramon!“ Ich mache meine Witze, tue so als ob es das letzte Mal wäre dass wir uns sehen. Irgendwie hatte ich auch so ein Gefühl. Sie war überfordert mit meinem Ich. Aber sie ist auch beruhigt, dass sie nicht der einzige Mensch mit Gedanken ist. Sie überschneiden sich oft. Aber nicht immer. Meine Einzige Hoffnung für den Tag war Hassan.

2. Episode

Auf der Heimfahrt, hatte ich Angst, dass es heute der richtige Tag für einen tödlichen Unfall sein könnte. Oder einfach überhaupt für einen Unfall an dem ich zumindest schuld bin. Ich höre Musik, und betrachte die Straße genau. Ich fahre mein Auto wie ein rohes Ei. Wie eine Katze, die 8 ihrer 9 Leben verspielt hat, und der jetzt die Muffe geht. Auf der Gegenfahrbahn stehen, ohne Scheiss, mehrere Autos mit Warnblinke. Komisch nicht?
Der Staupilot erscheint mal wieder. Es nervt, denn es lief gerade „Meister der Lügen“ von Onkelz. Und „NEIN“ sie sind mit immer noch nicht langweilig Genug. Die Böhsen Jungs. Ich will den Staupilot wegdrücken, einen anderen Sender Suchen, und auf dem Display erscheint in Buchstaben das Wort „GOTT“. Ausgerechnet bei mir. Wütend hacke ich auf meinem Radio herum und kann gerade noch mal so einen Auffahrunfall vermeiden. Puh. Fakt ist; Schlimmer als ein Tödlicher Unfall, ist ein Unfall den ich schwer verletzt überlebe, und auch noch bezahlen muss.

3. Episode
Ich sitze auf der Krankenkasse, und muss ein Rezept für meine Therapie genehmigen lassen. Ich bekomme nicht mehr die üblichen 2 Therapien die Woche. Ich muss jetzt nachweisen, dass ich wirklich im Arsch bin. Soll ich mich aufregen. Nur weil ich schon wieder ein Attest brauche. Aber ich kann alles verstehen wenn es mit den Worten „Der Gesetzgeber schreibt es vor. Wir hätten es auch gern anders!“ gerechtfertigt wird.
Das hätte gehiessen, dass ich noch mal zum Arzt muss, der ein Attest für mich schreibt. Das hätte mich 10 Euro gekostet. Also hab ich m ich entschieden, nicht zum Arzt zu gehen, in Zukunft nur 1mal Therapie in der Woche zu machen, und das Geld anderweitig auszugeben.

4. Episode
Ich fuhr in die Mucke Bar. Eine Kaffeebar, die neu Aufgemacht hat. Ich hoffte, dass es ne Sportsbar wäre, weil da so ein riesen Fernseher stand. Pustekuchen. Ich kam rein. Der Laden war leer. Aber sehr Chillig. Ein Neger begrüsste mich. „Haben sie auch Kaffee?“, fragte ich verunsichert. Er gab mir die Karte, und ich suchte mir einen aus.
2 weitere Männer betreten die Bar, und fragen den Mann doch ohne Scheiss, ob es hier irgendwo Nigerianer gibt. „Nein, ich bin Kongolese meinte er!“ Sie gingen wieder.

Auf der Eingangstür stand Dass in diesem Laden jeder Künstler auftreten Darf. JEDER. Ob Comedian, Musiker oder Dichter. So kamen wir ins Gespräch. Der Wirt und ich. Wir haben ne Ganze Zeit gelabert. Ich hab ihn gefragt, wie lange der Laden den schon existiert. Ganze 4 Monate gibt es den Laden schon. Doch der Mann macht keine Werbung, weil er eher die Mundpropaganda mag. Wir unterhielten uns über Musik, den Rock’n’Roll. Über die Kunst der Unterhaltung, über ein familiäres Freundschaftliches Gefühl. Über den Laden, in dem Jeder das bekommen soll was er will. Wo jeder sein soll wie er will und wo er die Musik hören soll die er will. Es ging nicht um Geld. Es ging um einen Traum. Den Traum, eine Kneipe zu besitzen, in der sich die Leute wohl fühlen. Die Kneipe sollte das Gefühl „Hier drinnen“ vermitteln, alles andere war da draussen.

Der Typ konnte echt gut erzählen. Oder hörte er sich selbst nur gern reden. Ich hörte ihm Jedenfalls gerne zu. Ich hatte das Gefühl, dass wir uns beide auf eine sehr distanzierte Weise ernst nahmen. Er zollte mir noch Respekt, dass ich mein HEIL in der Musik gefunden habe. Naja, was hätte ich jetzt alles kontern können. Ich meine er ist ein Neger. Aber egal. Er meinte nur „Meine Behinderung ist meine Hautfarbe!“
„Wenn du gut genug bist, ist es egal welche Hautfarbe du hast, wie du aussiehst, oder wie behindert du bist!“ So sehe ich das. Aber vielleicht unterschätze ich das Thema.

Wir redeten und redeten. Wir hatten Blues. Und es wird wohl auf einen Gig in seinem Laden hinaus laufen. Würde mich freuen, mal die alte OLD SCOOL VARIANTE zu probieren.
Ich gab ihm das Zeichen, dass ich gehen MUSS, weil ich ihm nicht auf den Sack gehen wollte, aber das Gespräch dauerte noch ne Weile. Irgendwann musste ich aber weg zu Hassan.
Der Typ hat mir nicht mal die Türe aufgehalten als ich raus wollte.

5. Episode
Als ich bei Hassan war fragte ich ihn nach diesem Komischen Gefühl. Ob er das kennt, das Gefühl dass etwas passiert. Man weis aber nicht was. „Die Angst? Ich kenne es. Ich hasse es!“
Der Mann rettet mir so oft den Tag. Er ist einfach klasse. Und cool.

Ich muss hinmachen,
Ich bin dann heim gefahren. Ich konnte meinen Bruder bequatschen, dass er mit mir in die Sportsbar fährt. Das Bayern-Mailand spiel. Auf das ich eh keinen Bock mehr hatte weil sie eh verlieren würden.
Wir fuhren in die Sportsbar. Sie hatten da ne Tolle Leinwand. Mein Bruder musste mich die Treppen hochtragen. Die Leute da waren echt nett. Wir bestellten was zum trinken.
Dann der Tiefschlag. Es war eine Sportsbar mit einer tollen Leinwand. Aber leider hatten sie kein PAY TV.
Wir mussten nichtmal was für die Getränke bezahlen. Die Leute hatten ein Schlechtes Gewissen.

6. Episode
Wir fanden eine Absteige namens „NEUE ZEIT“. Dort hatten sie Pay TV. Die ersten Halbzeit war schon fast zu ende. Ich hatte keinen Bock. Die Bayern hatten 1 Minute vorher das 1 zu Null kassiert. War ja mal wieder klar. Mein Bruder und ich hockten uns an einen Tisch und redeten über Filme, und was wir uns demnächst für welche kaufen wollten. „ihr habt wohl zu viel Geld?!“, meinte ein Typ, setzte sich zu uns und gab uns ne Adresse vonner Taschbörse. „Pornos?“ fragte er. Wir nickten beide. Er war ein Laberer. „Die Adresse geb ich nicht jedem!“ Wow, ich hab mir voll was darauf eingebildet. Der Typ kannte uns nichtmal 5 Minuten. Aber wir waren nicht jeder, anscheinen. Er hies TILL, er hatte keine Arbeit, sah komisch aus. Till eben. Da saß noch so ein langhaariger Zottel. Er war Pyrotechniker einer Kiss Cover band und laberte uns zu. Wir haben nummern ausgetauscht.

Das Spiel lief an uns vorbei. Die Bayern würden eh verlieren. Die Stimmung war am Abkacken. Doch dann BAMMMMMM. 1:1. Van Buyten macht den Ausgleich für Bayern. Wir schreien wir Jubeln. Schön ein Paar Hunde Bellen. Die Bayern waren eigentlich total schlecht. Aber egal.

Die Bayern wurden besser. Noch ein Tor und sie hätten die Perfekte Ausgangssituation fürs Rückspiel. Aber dann.
Naja, Elfmeter für Mailand. Lächerlich. Die Paar Leute in der Kneipe waren außer sich. Und das Ding geht voll rein. 2:1 Mailand. Egal. War immer noch Okay. Ein 1:0 im Rückspiel reichte den Bayern nun.
Alle hatten sich damit abgefunden. Alle gingen mit mal wieder auf den Sack. Wir Tauschten Visitenkarten aus. Warum auch immer. Ich wollte nur Reklame für die Band machen. Das Spiel war fast vorbei. Und dann… Mailand stellt sich hinten rein BAMMMMMMMM Tor für Bayern. 2:2, Geil. Wir schrieen und die Hunde bellten.

Krass, geil. Wir tranken noch ein Bier und sind Abgezogen. Ich hab meine Bruder abgesetzt und auf dem Heim weg „The Boxer“ gehört.

Happy End? Oder ist einfach gar nichts passiert. Es ist zu viel um das hier zu schreiben. Aber ich hatte mir mal ne kleine Auszeit vom Leben genommen und den Blues Blues sein lassen.

Ich trink jetzt Whisky. Prost

R’n’R

4.4.07 00:46, kommentieren

Ein Gespräch in einer Kneipe

Klug scheißende, Anerkennung Suchende Menschen

Irgendso ein Zottel, den mein Bruder schlicht und ergreifend „Den Dude“ nannte, setzte sich zu mir und laberte mich voll. Ich wollt doch einfach nur Fußball sehen


Zottel: Wir verlangen schon ne ganze Menge für einen Auftritt. Aber wir spielen auch
mindestens 2 Stunden.

Ich: Aha. Wie heisst den die Band.

Zottel: Kiss.

Ich: Kiss? Du spielst bei Kiss.

Zottel: Ne eigentlich is es nur ne Coverband von Kiss.

Ich: Aha, und was spielst du da?

Zottel: Em, ich spiele da nicht. Ich bin Pyrotechniker.

Ich: Aha, interessant. Ich kommt mal auf dich zurück, wenn wir wieder mal was abbrennen
Wollen.

Zottel: Ja, jeder Auftritt ist genial. Da Juckt es mir jetzt schon, wenn ich an den nächsten
Denke.
Ich: Ja, man hat alt nicht immer Zeit.

Zottel: Du sagst es.

Ich: Ja, die Arbeit, ne?

Zottel: Em.

Ich: Student?

Zottel: Nein, ich bin Arbeitslos.

Ich: Oh. Das ehm tut mir leid. Ja Hauptsache man hat sich kennen gelernt. Und das alles macht König Fußball mal wieder möglich.

Zotte: Ja, du kannst immer herkommen. Wir Zeigen Championsleague mit deutscher Beteiligung. Immer.

Ich: Na Genial.

Zottel: Und Samstags zeigen wir hier Bundesliga. Konferenzschaltung.

Ich: Ja geil. Sag mal gehört Dir die Kneipe hier?

Zottel: Em, nein.

Ich: ach dann jobbst du hier nebenbei als Kellner.

Zottel: Em, nein.

Ich: Dann hilfst du hier aus als Putzmann, oder so.

Zottel: Nein.

Ich: Verdammt, was machst du DENN hier?

Zottel: Ich trinke mein Bier und seh Fußball, genau wie du.


Amerkung: Wir haben auftritten, Wir Zeigen Fußball. Das ist das coole in Hanau. Zweimal in der Selben Kneipe gewesen und sofort ist man so was wie Teilhaber.

6.4.07 14:48, kommentieren

Hängen Geblieben

Hängen Geblieben

„Dein verhalten ist mehr als unreif. Lösche meine Nummer aus deinem Telefonbuch. Mit so jemanden wie dir will ich einfach nichts zu tun haben!“

Harte aber verdammt klare Worte, wenn man wohl einfach nicht weis, wann es denn endlich Genug ist. Und sich dann auch noch die Frage zu stellen, was man denn Falsch gemacht hat, beziehungsweise sich nicht selbst mal einen kleinen Vorwurf machen. Dann kann ich einfach nur sagen „Hängen geblieben!“

Wie sehr muss man die Leute um sich rum eigentlich ankotzen, damit man endlich eine elende einsame Sau ist. Ich kann es einfach nicht begreifen. Manche Leute sind einfach so überaus hochmütig und raffen nicht, dass sie sich sämtliche soziale Kontakte verbaun.

Was unterscheidet mich von diesen Leuten. Also erstmal ist mir klar, dass ich nicht immer ganz ehrlich zu den Leuten bin. Vielleicht bin ich manchmal nicht mal ehrlich zu mir selbst. Wenn ich mich dann dabei ertappe und mich frage „Warum machst du das Ramon?“ Aber das gehört eben zum Leben dazu. Ich kann immer noch behaupten, dass man mich noch nicht in- und auswendig kennt. Dass ich mich vielleicht auch selbst immer wieder neu kennen lerne. Aber man muss sich doch einfach mal eingestehen, dass man Fehler macht. Es ist für mich kein Argument zu sagen „Ich war immer ehrlich zu allen!“- wenn man damit eigentlich sagen will „Ich habe jedem meine Meinung, von der ich übrigens immer fest überzeugt war, in die Fresse gepeitscht.“ Seine Meinung sagen ist doch Okay. Aber ob die nun akzeptiert wird, oder nicht, dass bleibt ja immer noch meinem Gegenüber zur Auswahl.

Und nur soviel dazu; Ich bin einfach froh, dass ich mich nicht mehr in oben genannte Situationen begeben muss. Ich weis, wie ich mit meinen Freunden zu reden habe. Ich denke mir auch manchmal „Du Idiot, laber doch was du willst“ aber ich sag es eben nicht immer. Manchmal ist das einfach nicht angebracht. Bei einer Person allerdings habe ich lange genug die Fresse gehalten. Es gibt eigentlich kaum noch Situation wo ich von ihr sagen kann „Richtig gemacht. Nachvollziehbare Aktion!“ Wenn ich jemanden eins aufs Maul gebe, dann darf ich mich nicht wundern, wenn der zurück haut. Mir passiert so was einfach nicht, weil ich meine Leute mag. Eigentlich gibt es unter meinen Leute keinen, mit dem ich mich ernster gestritten habe, in letzter Zeit. Oder über die ich jetzt schlecht reden würde. Ansonsten sag ich es ihm oder ihr ins Gesicht. Ist das denn so schwer.

Und weil ich eben so bin, wie ich bin, bin ich am Ende auch immer die Anlaufstelle, für diese Trottel, die sich immer wieder am Boden sehen und auch noch getreten fühlen. Vielleicht macht es mir auch noch spaß so was zu sehen. Vielleicht gibt es mir das Bewusstsein, dass ich einfach besser oder anders bin. Vielleicht sag ich deshalb immer wieder ja und amen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mir an dem Menschen noch ein bisschen was liegt. Ich weis aber nicht mehr was ich sagen soll. Wenn ich wirklich ehrlich zu der Person sein sollte, die ja die Ehrlichkeit so schätzt, dann bringt die sich demnächst um. Ich weis dass ich wohl die letzte Anlaufstelle bin, und deshalb halte ich eben noch mal den Arsch hin. Ich tu das aber mittlerweile gelassener als sonst. Ich nehme eigentlich kaum noch Rücksicht auf ihre Gefühle. Ich verletze sie nicht mit Absicht, aber ich muss hin und wieder das Zeichen setzen, dass es so nicht weiter gehen kann. Ich bin härter geworden im Umgang mit der Person, und sie ist auch etwas härter im Nehmen. Ich hoffe sie heult nicht wieder, das hasse ich.

Man eigentlich hatte ich so einen schönen Text im Kopf. Alles Kaputt weil ich schon wieder wütend bin.
Aber einen Lustigen hab ich noch. Mein Bruder hatt heute Geburtstag. Alles Gute Renè von hier schon mal. Ich hoffe ich bin eher zu Hause, als das Geschenk das noch geliefert wird, weil du sonst sehen wirst, wie billig es war.

Gestern Abend, ich sah gerade die Finale Szene von Saw und wollte einfach nur relaxen, da bimmelte mein Telefon. Meine Eltern waren dran. Sie hatten eine im Tee und sagen MIR Happy Birthday. Ich hab sie aussingen lassen. „Und feierst du ordentlich mein Junge?“
„Ja, aber ich glaub der Rene feiert heut auch Geburtstag!“ Naja, das Gelächter war groß. Ich habe sogar mitgelacht.

Amen

10.4.07 14:39, kommentieren

Tiefgründige Dummheit

...oder einfach nur "Gewisse Sachen nich nötig haben?"

Was ist das schon wieder? Warum habe ich ein leeres Portmonnaie gestern? Muss ich mir gerade jetzt wieder selber die Probleme machen. Jetzt wo mir an sich alles Egal ist? Hm, ich weis es nicht.
Ich glaube Charlie hat es irgendwo versteckt. Ich habe aber keinen Bock es zu suchen. Mein Dienst Ausweise und meine Stechkarte befinden sich darin.
Das gibt ärger. Wenn ich die Stechkarte beantrage, dann schaun die wieder auf mein Zeitkonto, und schwubs, steh ich wieder wegen Minusstunden beim GL. Darüber mach ich mir die Meisten Sorgen.

Ich habe echt so einen FAll von "Mir gehts zu gut!" Jetzt haben die meine Arbeitszeit schon auf 40 Stunden reduziert, und ich schaffe es immer ncoh einen anständigen Negativbetrag auf mein Konto zu Zaubern.
Irgendwie hat mein Richter was von meiner Seele mitgenommen, als er in den Urlaub gefahren ist.

Dafür hab ich jetzt einen Flachbildschirm zu Hause. Hat mir Manni geschenkt. Einfach so. Endlich habe ich nicht nur einen 17 Zoll monitor, sondern sehe auch 17 Zoll. Den alten Monitor soll Pixella jetzt als "Bild IM Bild" Monitor verkaufen. Jeder, der den Monitor kannte, wird jetzt lachen.

So, Telefon. Es gibt esssen zu Hase. Na dann werd ich mal meinen behinderten Arsch nach Hause bewegen. Vielleicht finde ich ja irgendwie meine Geldböre. Es geht mir doch echt nciht ums geld, liebes Leben. Ich will nicht zum Hederich. nicht schon wieder.

Achja, heute Abend geh ich wieder in die Fussballkneipe. Das ist schon wieder eine Woche her.

zeit vergeht, Arsch besteht

Johnny

11.4.07 13:07, kommentieren